Offenblende

Die maximale Öffnung

Mit der Offenblende eines Objektivs wird der maximal zur Verfügung stehende Blendenwert bei einer bestimmten Brennweite bezeichnet. Eine Festbrennweite wie das Canon RF 50mm F1.2 L USM besitzt eine Offenblende von F1.2. Bei einem Zoomobjektiv mit nicht konstanter Öffnung, wie beispielsweise dem Sony FE 70-300mm F4.5-5.6 G OSS, beträgt die Offenblende bei 70mm F4.5 und bei 300mm F5.6.

Ein Objektiv mit maximal geöffneter = offener Blende, in diesem Fall F2 (Bildquelle: Venus Optics)

Offenblenden-tauglich als Qualitätsmerkmal

Weitere Wortverwendung: Der Begriff “Offenblenden-tauglich” wird bei einem Objektiv verwendet, dessen optische Eigenschaften (Schärfe, Vignettierung, chromatische Aberrationen, ….) bereits bei Offenblende sehr gut ausfallen. Ein Offenblenden-taugliches Objektiv sorgt also nicht erst bei geschlossener Blende für gute Ergebnisse.  Wird von einem schon “offen” guten Objektiv gesprochen, ist damit ebenfalls die bei Offenblende gute Bildqualität gemeint. “Offen” steht hier also für die Offenblende.

Oftmals falsch verwendet

Ein verbreiteter Irrtum: Der ein oder andere Fotograf verwendet den Begriff “offenblendig” synonym zu “lichtstark”. Unter anderem lässt sich daher lesen: “Für einen unscharfen Hintergrund muss offenblendig fotografiert werden.” Diese Begriffsverwendung ist nicht korrekt. Wie bereits erwähnt bezeichnet der Begriff Offenblende lediglich die größte Öffnung eines Objektivs, der reale Blendenwert spielt keine Rolle. Auch mit einem F5.6-Objektiv kann man “offenblendig” fotografieren, lichtstark ist das aber natürlich nicht.

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