Nikon hat seine Eigentümer im Rahmen eines “Medium Term Management Plan”, also eines mittelfristigen Management-Plans, über die zukünftigen Planungen des Unternehmens informiert. Dieser wird alljährlich herausgegeben und umfasst 2022 insgesamt 47 Folien mit Daten zu allen Sparten des Konzerns. Nur ein kleiner Teil davon betrifft das Imaging-Business, Fotografen erhalten aber interessante Einblicke. Nikon äußert sich hier zur zukünftigen Kamera- und Objektivplanung sowie zur zukünftigen allgemeinen Strategie.

Einführung Mit den Modellen der Alpha 6000-Serie bietet Sony spiegellose Systemkameras (auch DSLMs genannt) an, die bei vielen Fotografen sehr beliebt sind. Die Alpha 6000-Serie umfasst mittlerweile sieben Modelle, das erste erschien in Form der Sony Alpha 6000 zu Beginn des Jahres 2014 und löste die Alpha NEX 6 bzw. 7 ab. 2016 folgte im Februar mit der Sony Alpha 6300 das zweite Modell, im Oktober erschien dann die Sony Alpha 6500. Danach wurde es um die Serie wieder ruhig. Im Frühling wurde die Sony Alpha 6400 angekündigt, im Sommer 2019 erschienen mit der Sony Alpha 6100 und Sony Alpha…

Rund vier Monate nach der Entwicklungsankündigung hat Nikon das Nikkor Z 800mm F6.3 VR S vorgestellt. Das Superteleobjektiv stellt aktuell das längste Modell mit Nikon-Z-Bajonett dar und ist für den Einsatz an Kleinbild- sowie APS-C-Kameras geeignet. An letzteren Modellen beträgt die kleinbildäquivalente Brennweite 1.200 mm. Besonders interessant ist beim neuen Nikkor Z 800mm F6.3 VR S das Gewicht. Mit 2.385 g bringt es fast nur die Hälfte des Gewichts des AF-S Nikkor 800mm F5.6 E FL ED VR (4.590 g) auf die Waage. Damit wiegt es für ein Profi-Objektiv mit 800 mm Brennweite erstaunlich wenig.

Die meisten Viltrox-Objektive lassen sich mit Sony E- und Nikon Z-Bajonett erwerben. Des Weiteren gibt es mehrere Objektive mit Fujifilms X-Bajonett. Nun hat Viltrox mit dem AF 13mm F1.4 X eine Festbrennweite vorgestellt, die zumindest vorerst nur für Kameras von Fujifilm erhältlich ist. Wegen des APS-C-Sensors der Fujifilm-DSLMs besitzt diese eine kleinbildäquivalente Brennweite von 19,5 mm. Folglich gehört sie zu den Ultraweitwinkelobjektiven.

Sony hat mit dem FE PZ 16-35mm F4 G ein neues Ultraweitwinkelobjektiv für seine spiegellosen Systemkameras auf den Markt gebracht. Das 2,2-fach-Zoom wurde für Kameras mit einem Kleinbildsensor konstruiert, hier besitzt es mit 16 bis 35 mm einen klassischen Brennweitenbereich. An DSLMs mit APS-C-Chip, die Sony bekanntlich ebenfalls anbietet, zeigt sich wegen des 1,5-fachen Cropfaktors dagegen der Bildwinkel einer 24 bis 53mm-Optik. Das Sony FE PZ 16-35mm F4 G entspricht hier einem Standardzoom. Besonders macht das Objektiv der verwendete Powerzoom-Antrieb. Dabei handelt es sich um vier XD Lineramotoren, mit ihnen wird die Brennweite verändert. Das erlaubt besonders ruhige Zoomfahrten.

Mit dem Canon RF 800mm F5.6L IS USM und RF 1200mm F8L IS USM hat Canon zwei neue Superteleobjektive vorgestellt. Beide sollen kompakte Abmessungen, ein leichtes Gewicht (natürlich jeweils im Verhältnis zu den Brennweiten) und eine hervorragende optische Qualität kombinieren. Zu diesem Zweck besitzen sie ein  intelligentes Design und neu entwickelte optische Systeme. Mit dem Canon RF 1200mm F8L IS USM stellt das Unternehmen dabei einen Rekord auf, eine derart lange Brennweite bot bislang kein Objektiv für spiegellose Systemkameras mit Autofokus.

Schon länger wurde über die Vorstellungen von Sigma-Objektiven mit dem X-Bajonett von Fujifilm spekuliert. Nun hat Sigma die ersten drei Modelle mit X-Bajonett offiziell vorgestellt. Ab April 2022 werden sich das Sigma 16mm F1.4 DC DN Contemporary, das Sigma 30mm F1.4 DC DN Contemporary und das Sigma 56mm F1.4 DC DN Contemporary mit X-Bajonett erwerben lassen. Anstatt einfach nur das Bajonett zu tauschen, hat Sigma jedoch mehrere Veränderungen vorgenommen. Laut Sigma wurden der Steuerungsalgorithmus einschließlich des AF-Antriebs speziell entwickelt und Optimierungen bei der Kommunikationsgeschwindigkeit durchgeführt. Dadurch sollen die drei Festbrennweiten nicht nur einen Hochgeschwindigkeits-AF besitzen, sondern auch die kamerainterne Aberrationskorrektur…

Die spiegellosen Systemkameras von Olympus bzw. OM System sind für ihre sehr guten Abdichtungen bekannt. Während die allermeisten Kamerahersteller dabei auf die Angabe konkreter Schutzklassen verzichten, hat sich Olympus dazu schon bei seinen letzten Modellen im Detail geäußert. Die Olympus OM-D E-M1X und die OM-D E-M1 Mark III erfüllen laut eigenen Tests strengere Anforderungen als die IPX1-Schutzklasse, die neue OM System OM-1 sogar die Anforderungen der noch strengeren IP53-Schutzklasse. Da gute Abdichtungen bei einer Systemkamera allein aber keine Vorteile bringen, sondern auch die Objektive abgedichtet sein müssen, lassen sich zahlreiche Objektive mit IP53-Zertifizierung erwerben.

OM Digital Solutions hat mit dem OM System M.Zuiko Digital ED 12-40mm F2.8 PRO II ein neues MFT-Standardzoom mit einer Lichtstärke von F2.8 angekündigt. Dieses folgt auf das Olympus M.Zuiko Digital ED 12-40mm F2.8 PRO, das seit 2013 angeboten wird. Bei der neuen Version sollen neue Fertigungstechnologien für eine höhere Bildqualität (besseres Verhalten bei Gegenlicht) sorgen und bessere Abdichtungen (IP53) den Schutz vor Staub und Spritzwasser erhöhen. Die Frontlinse hat zudem eine neue Fluorvergütung erhalten.

OM Digital Solutions bietet mit dem OM System M.Zuiko Digital ED 40-150mm F4 PRO ein weiteres Teleobjektiv an. Dieses stellt eine kompaktere und leichtere Alternative zum Olympus M.Zuiko Digital ED 40-150mm F2.8 PRO dar und fällt dank eines Einzugsmechanismus beim Transport nur 69 x 99 mm groß aus. Im Einsatz sind es dann 124 mm. Durch den Cropfaktor der MFT-Kameras liegt die kleinbildäquivalente Brennweite bei 80 bis 300 mm, bei allen Brennweiten lässt sich zwischen Blendenwerten von F4 bis F22 wählen. Sieben abgerundete Lamellen sollen für harmonische Unschärfebereiche sorgen.

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