Objektiv kaputt – was kostet die Reparatur?

Schäden am Objektiv sind schnell passiert

Ein unachtsamer Moment und schon ist es passiert. Man stößt gegen sein Objektiv, lässt es versehentlich fallen oder schlägt mit Kamera und Objektiv gegen einen harten Gegenstand. Schäden sind doch schneller passiert, als man denkt. Objektive sind hochpräzise Instrumente, bereits kleine Schäden können große Auswirkungen haben. Zunächst sollte man nach einem “Unfall” daher prüfen, inwieweit tatsächlich ein ernstzunehmender Schaden vorliegt. Selbst wenn der erste Funktionstest positiv verlaufen ist, können zu einem späteren Zeitpunkt aber noch Probleme auftreten. Sofern man auf die korrekte Funktion seines Equipments angewiesen ist, sollte dieses daher nach jedem “größeren” Schaden genauer überprüft  werden. Da ein Objektiv aus vielen Teilen besteht, können sehr viele unterschiedliche Schäden auftreten. Je nach Objektiv und Reparaturwerkstatt ergeben sich unterschiedliche Preise. Das eigenhändige Reparieren ist allenfalls bei sehr alten Objektiven ohne Elektronik möglich, selbst hier kommt man aber nur selten weiter.

Abhängig von der konkreten Beschädigung weichen die Reparaturkosten deutlich ab

Genaue Kosten lassen sich auf den ersten Blick nicht ermitteln

Ohne die genaue Begutachtung eines Schadens durch die Reparaturwerkstatt ist eine Prognose der Kosten nicht möglich. Ein Kostenvoranschlag kostet in der Regel um die 30 Euro und listet alle anfallenden Arbeiten und Kosten auf. Einfache Schäden, wie beispielsweise durchdrehende Einstellringe, lassen sich eventuell schon für 100 Euro reparieren. Das Austauschen von Linsen oder die Reparatur des Fokusmotors kann dagegen mehrere Hundert Euro teuer werden. Gerade bei günstigeren Objektiven (circa unter 300 Euro) handelt es sich oftmals um einen wirtschaftlichen Totalschaden.

Salzwasser ist der Tod eines (fast) jeden Objektivs

Objektive, die in Salzwasser gefallen oder mit einer größeren Menge Salzwasser in Berührung gekommen sind, werden durch Reparaturwerkstätten im Regelfall nicht repariert. Die Gefahr von Folgeschäden durch Korrosion ist zu groß, diese treten meistens erst einige Zeit später auf.

Kratzer auf der Frontlinse sind unschön, aber meistens nicht kritisch

Kleine Kratzer auf der Linse sind in der Regel kein Problem

Entwarnung kann man dagegen geben, wenn sich kleine Kratzer auf/in der Frontlinse befinden. Diese sind für den Objektivbesitzer zwar zweifellos nervend, sie fallen bei Fotos aber oftmals überhaupt nicht auf. Der Grund dafür ist: Sie befinden sich zu weit von der Schärfeebene weg und werden daher nicht abgebildet. Selbst bei größeren Kratzern sind daher des Öfteren keine Störungen zu erkennen. Reflexionen und Streulicht können dagegen zu einem Problem werden, diese treten bei beschädigten Vergütungen teilweise deutlich stärker auf.

Kratzer auf der Hinterlinse sind problematischer, diese können wegen der Nähe zum Sensor bei kleineren Blenden oftmals erkannt werden. Nutzen Sie daher – wann immer es geht – den hinteren Objektivdeckel.

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